Russland eröffnet Strafverfahren gegen Telegram-Chef Pavel Durov wegen "Terrorunterstützung"
Russland hat ein Strafverfahren gegen Telegram-Gründer Pavel Durov eingeleitet. Der Vorwurf: "Unterstützung von Terrorismus". Die Meldung kommt nur Tage nachdem Russland begonnen hat, den Zugang zur Messaging-App massiv einzuschränken.
Durov reagierte auf X mit deutlichen Worten: "Russland hat ein Strafverfahren gegen mich wegen 'Beihilfe zum Terrorismus' eröffnet. Jeden Tag erfinden die Behörden neue Vorwände, um den Russen den Zugang zu Telegram einzuschränken – um das Recht auf Privatsphäre und freie Meinungsäußerung zu unterdrücken."
Seine Analyse ist scharf: "Ein trauriges Schauspiel eines Staates, der Angst vor seinem eigenen Volk hat."
Der Zeitpunkt ist brisant. Telegram ist in Russland trotz offizieller Verbote seit Jahren eine der meistgenutzten Apps – auch für regierungskritische Kommunikation. Die neuen Einschränkungen treffen Millionen Nutzer und zeigen die wachsende Nervosität des Kremls gegenüber unabhängigen Kommunikationskanälen.
Für Durov ist es nicht das erste Mal. 2018 weigerte er sich, russischen Behörden Verschlüsselungs-Keys zu übergeben. Die damalige Sperre wurde 2020 aufgehoben. Jetzt eskaliert der Konflikt auf eine neue Ebene.